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"Russland ist bereit, zu unterstützen" – Medwedew ruft Völker zur Befreiung vom Neokolonialismus auf

Am Mittwoch, dem 24. Juni 2026, hat Russlands ehemaliger Präsident Dmitri Medwedew auf dem Internationalen Rechtsforum in Sankt Petersburg gesprochen und dabei scharfe Kritik an den westlich dominierten internationalen Institutionen geübt.

Medwedew warf den westlichen Staaten vor, Begriffe wie "humanitäre Interventionen", "Schutzverantwortung" und "eingeschränkte Souveränität" in den vergangenen Jahrzehnten als Vorwände genutzt zu haben, um grundlegende Prinzipien der UN-Charta zu umgehen oder direkt zu verletzen.

Zugleich kritisierte er den Internationalen Währungsfonds und die Weltbank, die neokoloniale Abhängigkeiten zementierten. Staaten des Globalen Südens, des Ostens oder Lateinamerikas würden in Krisensituationen zwar Kredite erhalten, diese seien jedoch an strenge Bedingungen und sogenannte Strukturanpassungsprogramme geknüpft. Dadurch gerieten betroffene Länder in eine Schuldenspirale, aus der sie ohne neue Kredite kaum noch herauskämen. Die Verantwortung für die wirtschaftlichen Probleme werde dabei zynischerweise den betroffenen Staaten selbst zugeschoben, obwohl ihre Entscheidungsfreiheit nur formal bestehe. "Das ist im Grunde eine neokoloniale, ausbeuterische Praxis", erklärte Medwedew und betonte, Russland sei bereit, sich für echte internationale Gleichberechtigung einzusetzen.

Dazu gehöre die Abkehr von neokolonialen Strukturen und die Schaffung einer multipolaren Weltordnung. Mehr als 80 Prozent der Weltbevölkerung leben außerhalb des westlichen Lagers. Diese globale Mehrheit müsse mithilfe des Völkerrechts in reale, souveräne und geschützte Machtzentren verwandelt werden. Gute Absichten allein reichen allerdings nicht aus. Die Nutznießer des neokolonialen Systems verstünden nur die Sprache der Macht – wirtschaftlich und oft auch militärisch. Russlands Vorgehen gegen das Kiewer Regime und dessen Unterstützer hätten einen Präzedenzfall geschaffen und die Schwäche der westlichen Minderheit offengelegt. Für die Völker des Globalen Südens und Ostens sei nun der beste Moment gekommen, sich vom neokolonialen Joch zu befreien.

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