Liveticker Ukraine-Krieg – Selenskij-Sprecherin: Ukrainer wollen einen Kompromiss mit Russland

19.04.2026 19:38 Uhr
19:38 Uhr
Journalist: Kiew vernichtete Beweismaterial zur Sprengung der Nord-Stream-Pipelines
Der Journalist Bojan Pancevski vom Wall Street Journal hat in Deutschland ein Enthüllungsbuch über die Sprengung der Nord-Stream-Pipelines veröffentlicht, in dem er schreibt, dass der zweiseitige Plan zur Sprengung der Gaspipelines, der vom damaligen Oberbefehlshaber der ukrainischen Streitkräfte, Waleri Saluschny, genehmigt worden war, absichtlich vernichtet wurde, um Beweise für die Beteiligung der ukrainischen Führung an der Sabotage zu verbergen. Er schreibt insbesondere:
"Es gab ein zweiseitiges Dokument zu der Operation, das von Saluschny genehmigt wurde. Dieses Dokument wurde zusammen mit allen anderen Unterlagen, die sich auf die Sabotage bezogen, vernichtet. Es sind keine kompromittierenden Dokumente übrig geblieben, keine einzige Spur der Befehlskette."
Wie Pancevski erläuterte, basiert das Buch auf zahlreichen Gesprächen mit Beteiligten, Ermittlern und Mitarbeitern der Geheimdienste. Seinen Angaben zufolge haben die Organisatoren der Sabotageaktion die meisten Anweisungen mündlich erteilt. Dies geschah, um die Möglichkeit einer Rückverfolgung der Befehlskette auszuschließen. Dabei war Wladimir Selenskij nicht nur über den Plan zur Sprengung der Nord-Stream-Gaspipelines informiert, sondern hatte diesem auch persönlich zugestimmt.
19:21 Uhr
Diplomatisches Forum in Antalya: Lawrow über den Zerfall der westlichen Sicherheitsarchitektur

In Antalya hat das Diplomatische Forum begonnen. Teilnehmer sind Staats- und Regierungschefs sowie hochrangige Regierungsvertreter. Auch Russlands Außenminister Sergej Lawrow nahm daran teil. Er sprach über Brüssels Ablehnung langfristiger Verträge, den Zerfall der westlichen Sicherheitsarchitektur und die Tendenzen hin zu einer multipolaren Welt.
Ein Video dazu finden Sie hier auf unserer Website
18:57 Uhr
Kiew will Öllieferungen über Druschba-Pipeline wiederaufnehmen
Die Ukraine gibt die Öllieferungen über die Druschba-Pipeline am 20. April wieder frei, sofern Budapest einem EU-Kredit in Höhe von 90 Milliarden Euro zustimmt. Dies kündigte der frühere ungarische Premier Viktor Orbán unter Berufung auf Informationen aus Brüssel an, wie die russischsprachige RT-Redaktion berichtet.
Der Politiker fügte demnach hinzu, Ungarn halte an seiner Position fest: Das Land werde sein Veto bezüglich der EU-Gelder für die Ukraine zurücknehmen, sobald diese die Ölpipeline wieder in Betrieb nehme.
18:32 Uhr
Bericht: Truppenverband Nord vernichtet neue ukrainische Drohnen vom Typ "Baba-Jaga"

SymbolbildRIA Nowosti / Sputnik Laut einer Meldung der Nachrichtenagentur TASS, die sich auf den Leiter der Abteilung für Planung und Abwehr von unbemannten Luftfahrzeugen des 11. Korps des russischen Truppenverbands Nord beruft, haben die Einheiten für unbemannte Systeme seit Anfang April mehr als 60 ukrainische Hexacopter vom Typ "Baba-Jaga" zerstört. Die Drohnen der ukrainischen Streitkräfte seien sowohl über der Frontlinie als auch über der Pufferzone abgeschossen worden, erklärte die Quelle der Agentur und fügte hinzu:
"Seit Monatsbeginn haben die Besatzungen der unbemannten Systeme, die Luftüberwachungsstellen und die Schützen der Einheiten des 11. Armeekorps des Truppenverbands Nord mehr als 60 Hexacopter vom Typ R-18, bekannt als 'Baba-Jaga', zerstört."
17:59 Uhr
Ehemalige Selenskij-Sprecherin: Die Ukrainer wollen einen Kompromiss mit Russland
Wie die Nachrichtenagentur RIA Nowosti unter Berufung auf die Social-Media-Beiträge der ehemaligen Pressesprecherin von Wladimir Selenskij, Julia Mendel, berichtet, herrscht auf den Straßen der Ukraine wegen der Mobilmachung Chaos, und alle, die sie kennt, wären zu einem Kompromiss mit Moskau bereit, um so schnell wie möglich Frieden zu erreichen. Auf dem Netzwerk X schrieb sie:
"Auf den Straßen der Ukraine herrscht Chaos. Das Misstrauen gegenüber der Regierung wächst von Tag zu Tag."
Videos mit Aufnahmen von gewaltsamen Maßnahmen ukrainischer Wehrbehörden verbreiten sich auch im Internet weitläufig. Auf den Aufnahmen ist zu sehen, wie Wehrbeamte Männer in Kleinbussen abtransportieren, wobei sie die Festgenommenen nicht selten schlagen und Gewalt gegen sie anwenden.
17:28 Uhr
Nikolajew: Explosionen nach Luftalarm
Nach Berichten des ukrainischen Senders Obschestwennoje waren heute in der Stadt Nikolajew im Süden der Ukraine während einer Luftalarmwarnung Explosionen zu hören. Es wird außerdem darauf hingewiesen, dass laut einer Online-Karte des ukrainischen Ministeriums für digitale Transformation heute in Teilen der Region Nikolajew Luftalarm ausgelöst wurde.
16:48 Uhr
Ex-Kommandeur des nationalistischen "Aidar"-Bataillons will Senkung des Wehrpflichtalters in der Ukraine
In einem Interview mit ukrainischen Medien hat der ehemalige Anführer des nationalistischen Bataillons "Aidar", Jewgeni Diki, vorgeschlagen, das Wehrpflichtalter in der Ukraine von 25 auf 21 Jahre zu senken. Diki leitet derzeit das Nationale Antarktis-Wissenschaftszentrum.
"Ich verstehe nicht, warum wir das Wehrpflichtalter nicht schrittweise senken können, zumindest anfänglich von 25 auf 21 Jahre", sagte der Ex-Kommandeur. Dabei solle ihm zufolge garantiert werden, dass die jungen Männer nur freiwillig an die Front geschickt würden.
In der Armee könnten Jugendliche im Alter von 21 Jahren in der Logistik eingesetzt werden, fügte Diki hinzu. Sie könnten außerdem "erwachsene Männer in der Luftverteidigung ersetzen", die ihrerseits an die Front in der Ostukraine verlegt würden.
16:25 Uhr
Mann tötet sechs Menschen in Kiew: Selenskij spricht sein Beileid aus

Am Samstag eröffnete ein Mann in Kiew das Feuer auf Passanten. Er schoss wahllos Menschen nieder und nahm Geiseln in einem Supermarkt. Der ukrainische Machthaber Wladimir Selenskij spricht von mindestens sechs Toten und 14 Verletzten – darunter auch ein 12-jähriger Junge.
Merhr dazu finden Sie hier auf unserer Webseite.
15:48 Uhr
Washington verlängert Sanktionsfreiheit für Öl aus Russland
Die US-Regierung hat die Sanktionslockerungen für russisches Erdöl verlängert. Das Finanzministerium erteilte eine entsprechende Lizenz. Demnach ist bis zum 16. Mai der Verkauf von Rohöl und Erdölprodukten aus Russland weiterhin erlaubt, sofern sich die Fracht bereits auf Schiffen befindet.
US-Finanzminister Scott Bessent hatte erst am Mittwoch versichert, die wegen der gestiegenen Ölpreise beschlossene Sanktionslockerung würde nicht weiter verlängert.
15:25 Uhr
TASS: Auf den Übungsplätzen bei Charkow steigt die Zahl außergefechtlicher Verluste
Wie russische Sicherheitsbehörden der Nachrichtenagentur TASS mitteilten, steigt die Zahl der außergefechtlichen Verluste auf den Übungsplätzen der Sturmtruppen der ukrainischen Armee im Bezirk Tschugujew im Gebiet Charkow. Dabei handelt es sich insbesondere um sich ausbreitende Infektionskrankheiten. In Kommentaren gegenüber der Agentur heißt es:
"Im Raum Charkow kommt es auf den Übungsplätzen der Sturmtruppen der ukrainischen Armee im Bezirk Tschugujew weiterhin zu nicht kampfbedingten Verlusten, deren Zahl steigt. Gestern wurde bekannt, dass ... A. Kowalenko aus Rowno, der als Ausbilder im 425. separaten Sturmregiment diente, an Meningoenzephalitis verstorben ist."
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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.


