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Polen will Wartungszentrum für Patriot-Raketen einrichten

Bislang müssen Patriot-Raketen zur Wartung in die USA zurückgeschickt werden, was viel Zeit kostet. Warschau will nun ein eigenes Zentrum aufbauen – als möglichen erster Schritt zu einer Produktion im Land. Die Entscheidung soll binnen weniger Tage fallen.
Polen will Wartungszentrum für Patriot-Raketen einrichtenQuelle: Legion-media.ru © Björn Trotzki

Polen strebt die Einrichtung eines Wartungszentrums für PAC-3-Raketen der amerikanischen Patriot-Systeme auf seinem Staatsgebiet an. Dies erklärte die stellvertretende Verteidigungsministerin des Landes, Magdalena Sobkowiak-Czarnecka. Die Entscheidung soll ihr zufolge binnen weniger Tage fallen.

Wie die Zeitung Rzeczpospolita unter Berufung auf Sobkowiak-Czarnecka berichtet, könne die Einrichtung eines solchen Zentrums ein erster Schritt zu einer Produktion von PAC-3-Raketen in Polen sein. Die stellvertretende Ministerin betonte, dass die USA wegen der Sicherheit der Produktionslinien "keinen Hehl aus ihren Zweifeln an einer Ansiedlung der Produktion in der Ukraine machen", die sich auch um eine Lizenz zur Produktion von Patriot-Raketen bemüht.

Sobkowiak-Czarnecka erklärte, dass ein solches Zentrum in Polen die Wartungszeiten für alle europäischen Nutzer von Patriot-Systemen verkürzen werde: Wartungsbedürftige Raketen würden derzeit in die USA zurückgeschickt, der gesamte Vorgang dauere mehrere Monate.

Zuvor hatte der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij erklärt, US-Präsident Donald Trump habe ihm bei einem Treffen am Rande der UN-Generalversammlung zugesagt, eine Lizenz zur Produktion von Patriot-Raketen zu erteilen. Trump selbst hat diese Aussage bislang nicht öffentlich bestätigt. Der Kreml erklärte dazu, Selenskij rede viel, auch über Patriot, während Russland aufmerksam verfolge, welche Länder welche Lizenzen erteilten. Am 25. September berichtete Reuters, die USA hätten Patriot nicht in das Hilfspaket für die Ukraine aufgenommen.

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