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Buchungsfehler?: Pentagon überschätzt Militärhilfe für Ukraine um sechs Milliarden US-Dollar

Das US-Verteidigungsministerium hat die Militärhilfe für die Ukraine um mehr als sechs Milliarden US-Dollar überschätzt. Grund sind Buchungsfehler, die bei einer Überprüfung entdeckt wurden. Nun kann Washington noch mehr Geld für Kiews Unterstützung ausgeben.
Buchungsfehler?: Pentagon überschätzt Militärhilfe für Ukraine um sechs Milliarden US-DollarQuelle: AFP © STEFANI BARGE / US ARMY

Im Rahmen einer routinemäßigen Überprüfung hat das US-Verteidigungsministerium Unstimmigkeiten bei der Kostenschätzung der Militärhilfe für Kiew entdeckt. Nach Angaben der stellvertretenden Sprecherin des Ministeriums Sabrina Singh handelt es sich um Buchungsfehler, die zu einer Überschätzung in Höhe von 6,2 Milliarden US-Dollar in den Jahren 2022 und 2023 geführt haben. Diese Finanzmittel würden nun für weitere Unterstützung der Ukraine eingesetzt. Die Gesamtsumme der Hilfe, die vom US-Kongress genehmigt worden war, bleibe unverändert. Die Finanzmittel sollen einfach "in den Geldtopf zurückfließen".

Nachdem die Fehler entdeckt worden seien, habe das Ministerium eine neue Richtlinie herausgegeben, betont Singh. Diese stelle klar, wie die Ausrüstung in Übereinstimmung mit der Finanzverwaltungsvorschrift und Pentagon-Regeln zu bewerten sei. Singh versicherte, dass das Ministerium hierbei die genauesten Buchhaltungsmethoden verwenden werde.

Obwohl US-Präsident Joe Biden mehrmals betont hatte, dass Washington seine Hilfe für Kiew so lange wie nötig leisten werde, stößt der Staatschef vermehrt auf Ablehnung. Einige Mitglieder der Republikanischen Partei sprachen sich gegen die Kosten und die unbestimmte Dauer der Unterstützung aus. Angesichts dieser Opposition muss die US-Regierung nach weiteren Finanzquellen suchen, sobald die vorhandenen Mittel erschöpft sind.

Kiew ruft seine westlichen Partner wiederholt zu mehr Militärhilfe auf. Darüber hinaus fordert die ukrainische Regierung Unterstützung bei dem Wiederaufbau des Landes, das seit fast zwei Jahren von Kampfhandlungen betroffen ist. Am Mittwoch startet in London zu diesem Zweck eine Wiederaufbaukonferenz.

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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
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Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.