
Nordrhein-Westfalen: Gelsenkirchener Hauptbahnhof nach Kabeldiebstahl für Stunden komplett gesperrt

Seit dem frühen Samstagmorgen war der Hauptbahnhof in Gelsenkirchen komplett gesperrt. Mittlerweile fahren wieder Züge, wobei Probleme zum gesicherten Ablauf des Fahrplans weiterhin vorhanden seien, so Angaben der Bahn. Insgesamt seien bis zur Mittagszeit laut Medienberichten rund 300 Züge im Nah- und Fernverkehr von den Störungen betroffen gewesen.

Am frühen Samstagmorgen strandeten am Gelsenkirchener Hauptbahnhof viele ratlose Fahrgäste, nachdem zuvor die Polizei laut Bild-Informationen "am frühen Morgen gegen 4.55 Uhr" darüber informiert worden war, dass unbekannten Täter in der Nähe des Bahnhofs "in der Nacht Kabel durchgeschnitten und teilweise auch geklaut haben", zitiert der WDR die Ermittler von Bundes- und Landespolizei. Am Tatort wurden demnach "Spuren des Vandalismus gesichert".
Die Täter seien laut Polizeiangaben "sehr grob vorgegangen", wodurch wichtige Signale und Steuerungsanlagen komplett ausgefallen waren. Laut WDR am Morgen konnten nach dem Kabeldiebstahl im gesamte Großraum Gelsenkirchen keine Züge fahren. Es kam daher "zu Verspätungen, Teilausfällen und Ausfällen im Regional-, aber auch im Fernverkehr". Die Website Zuginfo meldete am frühen Nachmittag:
"Vandalismusschäden im Raum Gelsenkirchen Hbf. wurden beseitigt. In Kürze fahren die Züge wieder auf der geplanten Strecke mit allen geplanten Halten. In der Folge kann es noch zu teilweise hohen Verspätungen und gegebenenfalls zu Teilausfällen kommen. Bitte prüfen Sie den Zuglauf in der Onlinereiseauskunft. Der Ersatzverkehr (SEV) mit Bussen auf dem zuvor genannten Streckenabschnitt endet in Kürze."
Im Fernverkehr waren unter anderem die Verbindungen von Dortmund nach München, von Hamburg nach Basel oder von Norddeutschland nach Köln von der Sperrung betroffen, so Angaben der Bahn gegenüber dem WDR.
Die Bahn rechnet demnach weiterhin mit Problemen bis zum Samstagnachmittag. Wie lange es final dauert, den massiven Schaden zu reparieren, sei dabei noch nicht schlussendlich klar. Für diverse Strecken werden weiterhin Ersatzbusse eingerichtet.
Fahrgäste im Ruhrgebiet müssten sich mindestens noch bis in die Nachmittagsstunden auf Verspätungen und Zugausfällen einstellen.
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