Europa

NATO-Admiral zur Übung 'Dynamic Manta': Kriegsübungen sind Mannschaftssport

Am Montag begann vor der Küste Siziliens das NATO-U-Boot-Manöver Dynamic Manta. Daran beteiligt sind Marineeinheiten mit U-Booten und Flugzeugen aus mehreren NATO-Mitgliedsländern. "Die U-Boot-Abwehr ist ein Mannschaftssport," erklärte NATO Konteradmiral Thomas Wall.
NATO-Admiral zur Übung 'Dynamic Manta': Kriegsübungen sind MannschaftssportQuelle: www.globallookpress.com © Edu Botella / Keystone Press Agency

Parallel zu der aktuell durchgeführten größten NATO-Übung seit Jahrzehnten, Steadfast Defender, findet seit Montag auch das alljährliche NATO-Manöver zur U-Boot-Bekämpfung, Dynamic Manta, im Mittelmeer statt. In einer dazu am Montag vom Alliierten Seekommando der NATO (MARCOM) veröffentlichen Presse-Erklärung heißt es:

"Damit wird die Fähigkeit des Bündnisses unter Beweis gestellt, im gesamten euro-atlantischen Raum gleichzeitige Übungen und Missionen durchzuführen."

Bei dem U-Boot-Manöver vor der Küste Siziliens handele es sich "um die größte und komplexeste U-Boot-Übung im Mittelmeer, bei der die Fähigkeiten der Alliierten in dieser besonderen Art der Kriegsführung trainiert, demonstriert und verfeinert werden." Die Besatzungen von NATO-U-Booten würden darauf vorbereitet, auf jede Art von Bedrohung unter der Wasseroberfläche zu reagieren. 

Mit diesen U-Boot-Übungen wurde im Jahr 2013 begonnen. Erst zum zweiten Mal würden in diesem Jahr U-Boot-Einheiten mit alliierten maritimen Spezialkräften (SOF) zusammenarbeiten. Man wolle damit die Interoperabilität verbessern. Für die NATO stelle die Fähigkeit der alliierten SOF-Teams, mit U-Booten verschiedener Nationen zusammenzuarbeiten, einen entscheidenden Mehrwert dar. Noch dazu bezeichnete der Befehlshaber der U-Boote der NATO, Konteradmiral Thomas Wall, die Kriegsübung als Mannschaftssport:

"Die U-Boot-Abwehr ist ein Mannschaftssport, bei dem jede Plattform ihre einzigartigen Fähigkeiten und ihren wertvollen Beitrag einbringt. Diese Übungen ermöglichen es unseren Verbündeten und Teams, ihre Fähigkeiten zu schärfen sowie neue Taktiken zu erarbeiten und gleichzeitig die Interoperabilität und die Teamarbeit zu verbessern.

Die Entwicklung unserer kollektiven Fähigkeiten in der Anti-Oberflächenkriegsführung trägt direkt zum NATO-Konzept der Abschreckung und Verteidigung bei, indem wir unsere Fähigkeit verbessern, ein umfassendes maritimes Situationsbewusstsein vom Meeresgrund bis zum Weltraum zu gewährleisten."

Bei der MARCOM-Übung vor den Küsten Siziliens würden sechs U-Boote abwechselnd jagen und gejagt werden – in enger Kooperation mit Luft- und Überwassereinheiten. Teilnehmen sollen demnach U-Boote aus Griechenland, Frankreich, Italien, Spanien und der Türkei. Die operative Kontrolle über mehrere U-Boote übernehme das NATO-U-Boot-Kommando (COMSUBNATO).

Die an der Übung beteiligten maritimen Patrouillenflugzeuge (MPA) kämen aus Kanada, Deutschland, Griechenland, der Türkei, dem Vereinigten Königreich und den Vereinigten Staaten. Dazu beteiligten sich noch Maritime Patrouillenhubschrauber (MPH) aus Italien. Die Luftkräfte erführen Unterstützung von den Überwasserschiffen der Standing NATO Maritime Group Two (SNMG2) unter dem Kommando von Konteradmiral Pasquale Esposito von der italienischen Marine.

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